Fernunterricht – oder School@Home

von | 28.04.20 | Allgemein

Liebe Eltern
Liebe Erziehungsberechtigte

Die Ferien sind vorbei und wir sind wieder in den «neuen Alltag» mit Fernunterricht gestartet. Ich nehme dies zum Anlass, um die letzen Wochen einmal Revue passieren zu lassen.

Neben vielen Ängsten liess und lässt die jetzige Zeit mit dem Corona Virus auch ganz viel Positives und Kreatives entstehen. Dies auch an der Primarschule Dägerlen.
Als der Bundesrat die Schliessung der Schulen bekannt gab, war auch die Primarschule Dägerlen mit einer völlig neuen und vorallem unbekannten Situation konfrontiert. Eine neue Form von Unterricht musste entstehen.
Innert kürzester Zeit wurde vom Lehrerteam eine tolle Lösung erarbeitet. Lieferservice des Schulmaterials «frei Haus» mit dem Schulbus. Anita Currat liefert, mit Hilfe eines Briefträgers den Schülerinnen und Schülern, inkl. Kindergärtnern, die Hausaufgabenmappe in den Briefkasten.
Es sind jeweils zwei Mappen im Umlauf: Eine enthält die neuen Aufgaben und Informationen, die andere geht zurück an die Lehrperson, zwecks Korrektur der Arbeitsaufträge der vergangenen Woche.
In Zeiten der papierlosen Kommunikation wird den Schülerinnen und Schülern auch eine Online Plattform zur Verfügung gestellt. Mittels «Teams» haben die SuS die Möglichkeit, mit den Schulkameraden zu chatten und zu telefonieren, dies sogar mit Video. «Teams» wird rege benutzt, auch wenn es den 1:1 Kontakt zu den «Gspändli» nicht ersetzt.
Dieser Kommunikationsweg ist am Morgen nicht erlaubt, damit die Hausaufgaben ungestört erledigt werden können. Während der Telefonzeit (08:00 – 11:30 Uhr) können die Lehrpersonen bei Fragen kontaktiert werden.

Die Lehrpersonen sind sehr beeindruckt, wie die Kinder die neue und ungewohnte Situation meistern. Die Kommunikationskanäle und die Lieferung der Hausaufgaben funktionieren gut. Einzelne Lehrpersonen machen mit ihrer Klasse ab und zu eine Videokonferenz, damit man sich z.B. gegenseitig etwas Vorlesen kann und danach von den Schulkameraden ein Feedback bekommt.
Aus Sicht der Lehrpersonen war es zu Beginn schwierig abzuschätzen, wie viele Hausaufgaben realistisch sind. Wieviel ertragen die Schülerinnen und Schüler? Wie kommen sie mit der neuen Form von Schulstoffvermittlung bzw. dem Material klar? Wie läuft es zu Hause? Jede Familie funktioniert anders und gerade in der aktuellen Situation wollte man keinen zusätzlichen Druck aufbauen.
Trotzdem sollten die Schülerinnen und Schüler nicht einfach nur beschäftigt sein. Die Aufgaben müssen lehrreich sein und «Themen» des Lehrplanes beinhalten.
Unter diesen Umständen waren die ersten Wochen ein Ausprobieren, Korrigieren und Anpassen. In der Zwischenzeit ist soetwas wie «Alltag» eingekehrt. Die Situation für die Lehrpersonen ist nach wie vor eine Herausforderung, müssen sie doch ohne direkten Kontakt und Rückmeldung spüren, wo ihre Schülerinnen und Schüler stehen.

Die Schule vermisst ihre Schülerinnen und Schüler. Es ist ruhig und leer auf dem Schulareal und in den Klassenzimmern. Alle warten gespannt auf die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts…

Sandra Pletscher
Primarschulpflege Dägerlen

 

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